­





JULI

AUGUST

SEPTEMBER

OKTOBER

NOVEMBER

DEZEMBER

JANUAR






Bischof bienenhonig sprach:
     Alles denkbare wurde längst gedacht. 
es hat keinen sinn, dem nochmals das hinzufügen zu wollen, 
was es ohnehin schon millionenfach gibt. 
 
Buddha butter erwiederte: 
nicht millionenfach sondern unzählbar oft 
wurden die gleichen gedanken gedacht. 
Doch die blätter der linde die nach dem winter austreiben,
sind nicht die gleichen blätter wie im vorjahr.  
Es sind die blätter der linde, doch es sind andere blätter.
Ein baum ist kein stein und ein stein ist kein baum.

Da sprach bischof bienenhonig:
      du hast recht mein lieber buddha butter, 
ich werde meinen gedanken freien lauf lassen. (soweit es meine zeit zulässt) 
unterschiedlich, wie die blätter der linde werden sie sein. 
Groß und klein, dumm und klug, halbfertig oder zu ende gedacht. 
angewelkt und frisch, in idealer form oder benagt von insekten. 
Aber alle abbildungen und texte dieser seite
sind urheberrechtlich geschützt. Sollte jemand versuchen 
damit geld zu verdienen,
dem schicke ich die klügsten anwälte des universums an den hals. 
Den gefrorenen see im tiefsten grund der hölle werde ich auftauen, 
um sie hervorzuholen. (denn dort sitzen die besten)
Und er soll für seine urheberrechtsverletzung berappen,
bis in alle ewigkeit mit zinseszinseszinseszins (- und so weiter!).
astronomische gebühren soll er zahlen.
bis er sich wiederfindet, im negativen bereich des seins.

Buddha butter aber sprach: 
klug bist du bischof bienenhonig, 
aber du bist nicht weise.
Diese seite soll deiner freude dienen und 
sie soll die, die am elend der welt verzweifeln, ein wenig aufheitern. 
Lass die anwälte aus dem spiel. Und unterlass es 
google analytics einzusetzen,
um deinen lesern nachzuschnüffeln. 
Halte deine krämerseele im zaum, ausnahmsweise.

Und buddha butter hob seine hand 
und milderte den fluch des bischofs so gut er konnte.
Und budha butter legte den ersten link, 
zu den gedanken des bischofs bienenhonig für den monat juli



budha butter sprach:

gelesen habe ich deine episteln für den monat juli.

Ständig vom universum zu reden kannst du dir sparen.

Ein winzig kleiner teil der menschheit wird bemerken,

was du geschrieben hast

und davon ein zehntel wird deine worte verstehen,

wenn du den rat nicht beherzigst, den ich dir gebe:

Der faltige busen eines topmodels aus dem vorigen jahrhundert

ist interessanter als der olympus mons auf dem mars.

kochkunst,

die neuesten hochzeiten der prominenten,

oder einfache witze

geben jede menge stoff her,

dienlich der erkenntnis des höchsten.

Du nennst dich bischof und vergisst,

dass die schafe gras zu fressen gewöhnt sind.

Du verlangst, dass sie auf bäumen umherklettern wie affen,

um sich dort blätter zu pflücken.



Bischof bienenhonig dachte:

buddha butter hat recht.

Von einfachen dingen sollte ich reden.

die herde der schafe kann zum wolfsrudel werden,

durch ein einziges unverstandenes wort.

Am besten wäre es,

die wahrheit ganz zwischen den zeilen verschwinden zu lassen,

auf nimmer wiedersehen.

Doch gerade das ist unmöglich.

an jedem freien fleck sprießt sie, die verfluchte,

von selbst aus dem nichts, wie das unkraut.

Dann lud er seine frommen gedanken hoch,

für den monat august





bischof bienenhonig sprach:

schlimmes ist mir wiederfahren mein lieber budha butter,

zwei wochen meines lebens habe ich an eine maschine verschwendet,

habe die seltsamen sprüche der technik umzuschreiben versucht,

bis ich bemerkte, ein kabel war von der falschen sorte.

Die maschine sie läuft, doch mein gehirn ist zum würfel geworden

und meine lebendigen gedanken liegen wie tote hühner herum.



Und bischof bienenhonig, traurig über das unglück das ihn betroffen hatte,

und erzürnt wegen der verlorenen zeit,

fügte laut und mit nachdruck einen satz hinzu,

der nicht wiederholt werden kann, zum schutze der jugend.

Schamrot wurde die weiße taube, die über bischof bienenhonig schwebt,

Buddha butter aber erbleichte.



er sagte:

mein bester bischof – schon öfter hörte ich dich fluchen,

aber diesmal gehst du zu weit.

diesen satz sollst du nur heimlich aussprechen.

er ist ein heiliges wort, denn er macht die tiere fruchtbar

doch auch die schädlinge kann er vermehren.

sieh hin, deine gedanken - sie bewegen sich wieder,

nachdem du ihn ausgesprochen hast.



Bischof bienenhonig dachte:

wahrhaftig, meine gedanken sie leben. Und so lebe auch ich.

kein fluch sondern ein segen, ist dieser satz in der zeit der erstarrung.

Und bischof bienenhonig lud hoch, was tot war und nun wieder lebt,

im monat september.



buddha butter sprach:

lieber bischof – es fehlt dir an würde.

Deine klugen worte verdirbst du mit scherzen.

Die weisheit geht unter im gelächter der schafe

mach ein ernstes gesicht, wenn du sprichst

Dann bist du in vier wochen kardinal.



Betroffen war bischof bienenhonig, als er diese worte hörte.

denn was buddha butter sagte, war richtig.

Er erwiderte nichts, doch er dachte:

ganz unten leben wahrheit und lachen nebeneinander

auf dem mist lieben sie sich, zwischen den tieren.

die weisheit hinauf zu tragen,

ist ein schwerer gang.

denn das lachen wird mir vergehen,

je höher ich steige

und zu stroh wird die wahrheit

auf dem weg nach oben.



Und bischof bienenhonig schlich sich ins bad,

um den mist von seinen füßen zu waschen.

dann begann er vor dem spiegel das würdige aussehen zu üben.

Groß ist die zahl der grimassen

die bischof bienenhonig ausprobierte.

den getragenen ernst des falschen frommen

das pokerface des versicherungsagenten

die aggressive fresse des würstchens

die maske der einfalt, die dem schlauen dient.

Sie alle trainierte der bischof mehrere stunden.

Doch kein gesicht glückte ihm

so großartig und lebensecht

wie die beleidigte flappe.

angst beschwört sie herauf

vor meckernden müttern.

für sie entschied sich der bischof fürs erste.

In seinen zügen versuchte er diesen machtvollen ausdruck zu fixieren,

während er seine gedanken hochlud, für den monat OKTOBER







laut schrie er

Einen schrei wie der ozean

vom orkan der verzweiflung getrieben.

hoch schlugen die wogen des zornes

und schleuderten giftigen schaum bis zu den sternen hinauf

so schrie den schrei der schreie bischof bienenhonig.



buddha butter fragt

was ist mit dir lieber bischof

das du den schrei der schreie schreist

dass du schreien mußt wie aus tausend lungen

dass die sterne sogar der schaum deines zornes berührt.



und bischof bienenhonig antwortet budha butter:

bei einer dichterlesung war ich

oh buddha butter

dort saßen die literaten auf ihren stühlen und sprachen über gedichte

ein geschwätz ein geschmätz wie billiger leim auf dünnem papier

ein geschmalz aus unheimlicher dummheit

und heimlichem neid vernahm ich.

ich übte mich in sittsamen benehmen

und wollte niemanden verletzen

so schwieg ich und hielt die luft an

volle sechsundfünfzig minuten.

Viel dummes zeug habe ich schon gehört und lautlos ertragen

Was die politiker nicht fertiggebracht haben,

in ihrer zwiespältigkeit

was den gelehrten nicht gelungen ist,

in ihrer einfalt

die künstler haben es geschafft

in ihrer dummheit.

dieser abend war es

der das dicke fass meiner demut

zum überlaufen brachte.



feuer quoll aus dem mund des bischofs

heiß wie die flamme eines schneidbrenners

zu winzigen löchern wurden seine augen,

zu schwarzen stechenden perlen

wie die augen der vieper

ein flüstern ward seine stimme

ein lautloser hauch,

wie der atem eines toten

als er sprach

ich bischof bienehonig kann nicht anders.

ich der friedliche

muß den krieg erklären

ich der liebvolle

werde zum kampf rufen

ich der zutiefst zivile

will die fahne schwenken.

Ich bischof bienenhonig

erkläre der dummheit den dshihad.



Golden strahlte das gesicht buddha butters als er sprach:

auch wenn du weißt, dass der weg in die tiefe kein ende hat

wirst du an dieser stelle umkehren.

Für dieses dasein hast du deine bestimmung gefunden.

wenn das fass der demut übergelaufen ist

bist du auf dem boden deiner welt angekommen.

mit tausend scharfen schwertern kämpft shiva

gegen den dämon der unwissenheit.

Er wird hinter dir stehen, wenn du hinaufsteigst.

dorthin woher du gekommen bist.



bischof bienenhonig erwiederte kein wort

denn es gab nichts mehr zu sagen in diesem augenblick.

wie ein katana pfiff sein krummstab durch die luft

voller vorfreude auf das große zerschnetzeln

von hunderttausend kohlhäuptern.

buddha butter aber ging in deckung unter dem tisch

und übernahm es, die frommen gedanken des bischofs hochzuladen für den monat

NOVEMBER

und er, der wahrhaft weise

betet unter dem tisch

sicher vor den umherfliegenden blumentöpfen

während die füllung der tür nach draussen zerkrachte

betet budhha butter:

oh shiva du großer zerstörer

lass den zorn des bishofs nicht verrauchen

und halte von ihm die erkenntnis fern,

dass der dämon der unwissenheit auch in ihm wohnt

lass ihn nicht am ende kämpfen

gegen sich selber.





dunkelheit herrscht

doch blinken sieben rote dioden

wie ein diadem am haupt des bischofs bienenhonig.

nach billigem glühwein riecht sein atem

und erfüllt mit nelkenaroma die heilige zelle.

ein blatt papier hält der bischof in seiner hand

rythmisch leuchtet es auf,

in der farbe der untergehenden sonne.

Und er, der sonst so gesprächige,

las was da stand, mit gläubigen augen

und er sagte kein wort.



Buddha butter fragt:

lieber bischof

was steht auf diesem papier

das du ansiehst, mit gläubigem blick?

Ist es die frohe botschaft der heiligen nacht

die dein rotes diadem so glutvoll beleuchtetet?

lies sie mir vor

die bezaubernden worte der liebe.

lange habe ich es nicht mehr vernommen,

das lied des lebendigen alls.

das wunderbar schimmernde

das unaussprechlich schöne zu sehen,

fehlt mir schon ewig.



Doch bischof bienenhonig antwortet nicht.

Aus seinem sessel erhebt er sich und geht an die wand

an der der zähler befestigt ist, für den elektrischen strom.

eine plombe hängt vor dem sicherungskasten.

Rot leuchtet auch sie im takt der dioden

wie ein lebendes herz.



Da begreift buddha butter

die botschaft des blattes papier.

und er, der sonst so stille,

spricht mit kräftiger klarer stimme:

einen frage ist in wahrheit

der inhalt der botschaft.

meine antwort darauf,

sie ist keine rede,

es ist eine tat.

bischof bienenhonig -

nimm diese nadel aus meinem gewand

nimm die zange aus deinem werkzeugkasten

in das kabel unter dem zähler bohrst du die nadel hinein.

Daran knotest du mit vorsicht die leitung.



Und bischof bienenhonig

nimmt die eiserne zange mit den griffen aus gummi

und packt damit die bronzene nadel.

die schlange mit den drei türkisenen augen greift er

und er bohrt sie tief in die ader.

da floss der unterbrochene strom.



Und buddha butter, der kluge, er sprach:

das licht können wir nicht einschalten

man würde von draussen sehen

was hier drinnen geschah.

doch lebendig bleibt

nur das unbemerkte.

aber hochladen will ich

die gedanken des bischofs

für den monat DEZEMBER.

Und im ofen versteckte buddha butter die botschaft

die bischof bienenhonig in seiner hand hielt

und der rauch trug den duft brennenden harzes

hinaus durch den schornstein.



bischof bienehonig spricht:

Meine geistlichen übungen

sind hier und heute zu ende.



buddha butter fällt

durch sieben silberne hemisphären

abwärts zur erde.

im sessel

landet der entsetzte

vor bischof bienenhonig.

ungern kehrt der weise zurück

aus dem höchsten der himmel

sein guter rat

kommt daher häufig zu spät.



und buddha butter redet

um zu retten was zu retten ist

und er spricht:

hast du nicht der dummheit den dshihad erklärt

bischof bienenhonig ?

gebraucht wird dein heiliger zorn.

Denk an die

die über das lachen

worüber du weinst

und die weinen über das

worüber du lachst.

Denk an die

die weder weinen noch lachen,

die ahnungslosen lebenden toten die nicht wissen,

dass sie längst gestorben sind

denk an die

die den armeen dienen

und glauben damit der freiheit zu nützen

Denk an die

die fussballstadien mit gebrüll erfüllen

und einander verprügeln

denk an die

die glauben zu wissen

was falsch und was richtig ist

denk an die

verfetteten und die ausgemergelten

denk an die

die reich sind und denk an die schönen

denk an das

unermessliche heer der trägen und dummen

das angeführt von den wahnsinnigen

die welt überflutet



bischof bienenhonig wird rot vor zorn im gesicht

heiß wird er wie ein eiserner ofen

doch spricht er kein wort.



Nochmals redet buddha butter zu bischof bienenhonig:

hast du nicht vor dem spiegel geübt stundenlang

um die richtige grimasse zu finden

die wahrheit dorthin zu tragen

wo sie fehlt ?

bring sie nach oben.

dorthin wo sich die irren im kreis drehen.

tu deine pflicht und sei kardinal.



Blass wird bischof bienenhonig

bei diesem gedanken

kalt wird er wie ein schneemann

doch er antwortet nicht.



da begreift buddha butter, dass der entschluss des bischofs

nicht mehr zu ändern ist und er sagt:

was ist der grund aus dem du deine geistlichen übungen aufgibst ?

Mit näpfchen voller fett ist der erdball gepflastert

gerade in sieben davon hast du deinen fuß gesetzt

hast du keine freude mehr daran

teppichböden zu verderben?



ein lächeln belebt das gesicht

bischofs bienenhonigs

bei dieser angenehmen vorstellung

und er sagt:

mein lieber buddha butter

ich selbst werde ich bleiben

doch nur das unvollendete

vermag etwas zu ändern.

Das ist der grund

aus dem ich meine geistlichen übungen abbreche

vor der zeit



buddha butter war platt, als er diese worte hörte.

und so glich er für einen augenblick

eher einem butt als einem buddha

Unsägliches dachte er

daher bleiben seine gedanken geheim.

Doch wenigstens kann ich erzählen

dass er

die frommem gedanken des bischofs hochlud

für den monat JANUAR

Und es war dies

das letzte mal.





zurück